Bäume wie Streichhölzer geknickt: 8.000 Kärntner ohne Strom

Bäume wie Streichhölzer geknickt: 8.000 Kärntner ohne Strom
Vor den heftigen Unwettern blieben weite Teile Kärntens wie das Lavanttal nicht verschont. In Oberkärnten geriet sogar Walsboden in Brand. Aber auch in Osttirol wütete der Sturm.
Heftige Windböen sorgten am Sonntag in weiten Teilen Kärntens und Osttirol für Stromausfälle und Straßensperren. Immer wieder stürzen Bäume um und zerreißen Stromleitungen. 12.000 Haushalte waren in Kärnten zu Mittag ohne Strom.
Haushalte ohne Strom. "Vom Mölltal bis ins obere Lavanttal gibt es Schäden", berichtete Kelag-Pressesprecher Josef Stocker. Zumeist hätten Bäume die Stromleitungen zerstört, aber auch Masten seien umgefallen. Die Ausbesserungsarbeiten durch die Kelag-Monteure seien wegen des anhaltenden starken Windes sehr gefährlich, so der Sprecher des Landesenergieversorgers.

Sturmwarnung. In ganz Kärnten bleibt die Sturmwarnung aufrecht. Die Windgeschwindigkeit liegt vielfach über 100 km/h. Die Landesalarm und Warnzentrale meldete bis Mittag 170 Einsätze der Feuerwehren.

Oberkärnten. In einem Waldstück in der Gemeinde Stall im Mölltal knickte der Sturm laut Polizeiangaben mehrere Bäume und warf sie auf eine Stromleitung. Dadurch geriet der Waldboden in Brand. Das Feuer konnte aber bald gelöscht werden. In vielen Ortschaften Oberkärntens wurde die Bevölkerung aufgerufen, in den Häusern zu bleiben, um nicht von den herumfliegenden Dachziegeln verletzt zu werden.

Lavanttal. Starker, böiger Wind deckte am Sonntag morgen gegen 7 Uhr im Bergdorf Theißenegg das Dach eines Gasthauses teilweise ab. Weiters blockierten umgerissene Bäume verschiedene Gemeindestraßen und Zufahrtswege. Die Feuerwehren waren im Einsatz.

Osttirol. Auch über Osttirol fegten äußerst starke Windböen hinweg. Ganz besonders schlimm war es im Bereich des Lienzer Talbodens. Die Feuerwehren von Lienz und den umliegenden Gemeinden standen im Einsatz, um Windwurfschäden und Schäden durch abgedeckte Hausdächer zu beheben. Derzeit sind keine Personenschäden bekannt.

Klagenfurt. Auch Klagenfurt blieb nicht vom heftigen Wind verschont. Dort wütete er zwar nicht so stark wie in den nördlichen Landesteilen, vereinzelte Schäden gab es aber auch. So wurden etwa Balkonverkleidungen heruntergerissen oder die Plastik-Abdeckungen von Motorrädern und Autos zerfetzt.


Quelle: Kleine Zeitung

Nachricht vom 27.1.08 15:03



Copyright by Trendstudio - Letzte Aktualisierung: Sonntag, 05. September 2010  IT 02296020213

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